ʾḤyʾm

DAHPN ID e37, Version 201

Transliteration: ʾḤyʾm
Biblisch-hebräische Varianten: אֲחִיאָם
Varianten (VF/KF/RF, TE, SK/PK etc.): ʾḤyʾm (HAE II/1 57f. Arad(7):35,3; HAE II/2 1.42), ʾḤʾm (HAE II/2 21.50)
Keilschriftlich: -
Transkription: ʾaḥ_ī-ʾām
Syntax: VSIV2 | Vollform | Zweitposition des Prädikats
Formation: GN 1a2I + G-SK 1A3
Basis ʾḥ + ʾūm
Wurzel: ʾḪ + ʾWM | II-W/Y-Verb
Semantik: [herrschen]
Übersetzung: Ach hat geherrscht
Geschlecht des Namenträgers: m
Distribution: 1+1 Belege, 1+1 Namenträger:
Inschriftlich: Šlm bn ʾḤyʾ˹m˺ Arad(7):35,3 (HAE I 297; Aharoni las ʾḤyʾyl)
Siegel, Bullen: ˹ʾ˺Ḥyʾ˹m˺ / bn Šlm (Ende 7. Jh., HAE II/2 1.42)
Kommentar: Das Problem der obigen Deutung besteht darin, dass nur auf eine ganz schwach belegte arab. Wurzel verwiesen werden kann (Fehlanzeige AEL, LAL und DAF jeweils an vierter Stelle nach "(wie ein Verdurstender) atmen", "rauchen", "vorangehen". Neben dieser Option (HAE II/2 1.42 und für den bibl. Namen IP Nr. 86, ThPN 141, Kogan (2006,243) und §0385) werden erwogen: 1. "Muttersbruder" (HAH, BSS 95, BHAN 76), wobei für אֲחִיאָם allerdings der -a-Vokal unerklärt bleibt; zum onomastischen Konzept §§0418f.; 2. "Bruder ist Yamm" (HAL, HAH, PIAP 55); problematisch ist hier die Erklärung des Aleph als Pleneschreibung, auch wenn der Namentyp überzeugend belegt werden kann: amurr. A-ḫi-ia-am (nach PIAP 55; Fehlanzeige CAAA 556) und Taanach A-ḫi-ia-mi (Albright 1944,20f.); weitere keilschr. Belege: APN 16; angeführt wird ferner ein Siegel lḤym (< l-ʾḤym AHI 350; nicht aufgenommen in CWSSS und HAE) und äga. ʾḥym (OAÄ 121); 3. "Ach hat weitgemacht" nach akkad. amāmu "weit, geräumig sein" (ThPN 141; weder AHw noch CAD kennen ein amāmu in diesem Sinn!); 4. Albertz (FHR 577) versteht auch diese Form als Identifizierung zweier Götter: "my [divine] brother is mother" (hierzu vgl. kritisch §0088); zum Problem des Fugen-i §0118-§0121. (HR)

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