ʾYʿm

DAHPN ID e29, Version 201

Transliteration: ʾYʿm
Biblisch-hebräische Varianten:
Varianten (VF/KF/RF, TE, SK/PK etc.):
Keilschriftlich: A-a-am-me, A-a-am-mu (APN 1b), A-a-mu (APN 2a); vgl. PNA 1/1,89f.
Transkription: ʾī-ʿam[m]
Syntax: NSII | Vollform | Strukturbesonderheit
Formation: FrAdv + GN 1a22
Basis ʿmm
Wurzel: ʿMM
Semantik: [Verwandtschaft]
Übersetzung: Wo ist Amm?
Geschlecht des Namenträgers: m
Distribution: 0+1 Beleg, 0+1 Namenträger:
Siegel, Bullen: lYrmyh˹w˺ / bn ʾYʿm (7./6. Jh., HAE II/2 10.82)
Kommentar: Der singulär auf einer Bulle (Sammlung Mousaieff) belegte Name ist entweder als Fragesatz wie in neuass. Aya-ammu (PNA 1/1,89f.; in diesem Sinne Röllig (HAE II/2 10.82) und Albertz (FHR 598)) oder als rudimentäre Form aus ʾ[ȧb]ī-ʿam[m] oder ʾ[ȧḥ]ī-ʿam[m] zu verstehen (Deutsch (MP 123:55) nennt beide Optionen, favorisiert aber Letzteres). Zadok kannte das Siegel noch nicht. Vgl. aber seine Überlegungen zu derartigen Namen in WO 9 (1977/8) 44-53. Demnach kommt hier Interrogativpronomen in Betracht, weil das zweite Element theophor verstanden werden kann (WO 9,44). Zu beachten sind insbesondere die von ihm gesammelten 22 Belege von wsem. Namen der Struktur ʾayya + Verwandtschaftswort, also "Wo ist der Vater / Bruder / Vaterbruder / Mutterbruder etc.?" (WO 9,52). Wegen der hohen Belegzahl und der Plausibilität des semantischen Konzepts solcher Ersatznamen wird hier die Analyse Interrogativsatz bevorzugt. Zu rudimentären Formen vgl. §0139ff., besonders §0143. Zur Semantik vgl. §0288. (HR)

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