ʾDtʾ

DAHPN ID e24, Version 201

Transliteration: ʾDtʾ
Biblisch-hebräische Varianten: אֲדֹנִיָּהוּ, אֲדֹנִיָּה, אִדּוֹ (?)
Varianten (VF/KF/RF, TE, SK/PK etc.): ʾDnyhw (HAE II/1 57 Qud(8):7,1; HAE II/2 1.14-19; 13.48; 14.44; 21.93; BPHB 60; 80), ʾDnyw (HAE II/1 57 Sam(8):1.42,3; HAE II/2 1.20), ʾDnyh (HAE II/1 57 [EGed(8):2,7]; HAE II/2 21.31), ʾDnʾ (NHOS 11,4), ʾDtʾ (HAE II/2 1.22; ? < *ʾdntʾ)
Keilschriftlich: -
Transkription: ʾadō*[n]:t_ā(ʾ)
Syntax: NSI2 | Kurzform | Erstposition des Prädikats
Formation: Sub 1a2A3tA
Basis ʾdn
Wurzel: ʾDN | starkes Verb
Semantik: [Hoheit]
Übersetzung: Herrin ist X
Geschlecht des Namenträgers: f
Distribution: 0+1 Beleg, 0+1 Namenträger:
Siegel, Bullen: lʾDtʾ ˹ʾ˺/št Pšḥr (Ende 7./Anfang 6. Jh., HAE II/2 1.22)
Kommentar: Wie oben als Kurzform Röllig und Albertz (FHR 581). Die Deutung des Namens ist ganz unsicher und aus mehreren Gründen problematisch: (1) Bh. Belege zu einer Femininform von ʾadōn fehlen. (2) Stützende wsem. Formen wie amurr. A-da-ta-a (APN 12a) und ugar. Adt / A-da-ti (PNTU 89f./316) sind ihrerseits etym .nicht unumstritten. (3) Im hebr. Onomastikon finden sich sonst keine oder kaum weibliche Gottheiten bzw. Epitheta oder Prädikationen von solchen (vgl. §0254). Stamm (BHAN 117) zweifelt deshalb an der Hebraizität des Namens überhaupt. Avigad (CWSSS S. 477 mit ausführlicher Diskussion; vgl. auch PIAP 136) überlegt, ob das Aleph am Ende dittographischer Fehler sein könnte und evtl. dann einfach als Einwortname zu nehmen sei (wie in akk. Be-el-tum (ANG 247) und in wsem. Mar-ti-i (Zadok (1979a) 28)). Zur Semantik §0261. (HR)

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