ʾBšwʿ

DAHPN ID e16, Version 201

Transliteration: ʾBšwʿ
Biblisch-hebräische Varianten: אֲבִישׁוּעַ, אֱלִישׁוּעַ, יְהוֹשׁוּעַ, יְהוֹשֻׁעַ, יֵשׁוּעַ, מַלְכִּי־שׁוּעַ, מֵישָׁא, מֵישָׁע, מישְׁעָא, שׁוּעָא
Varianten (VF/KF/RF, TE, SK/PK etc.): Šʿyhw (HAE II/2 21.78), ʾBšwʿ (HAE II/2 1.13), Yhwšʿ (HAE II/1 71 Sam(8):1.36,3; Sam(8):4,1; HAE II/2 1.132f.; 10.44; 13.13.32.66; BPHB 74; 196; 197; 231; 386; FHCB 24)
Keilschriftlich: -
Transkription: ʾab-šūʿ
Syntax: NSI2 | Vollform | Zweitposition des Prädikats
Formation: GN 1a2 + Sub 1U3
Basis ʾb + šūʿ
Wurzel: ʾB + ṮWʿ | II-W/Y-Verb
Semantik: [retten/befreien]
Übersetzung: Ab ist Rettung
Geschlecht des Namenträgers: m
Distribution: 0+1 Beleg, 0+1 Namenträger:
Siegel, Bullen: ʾBš/wʿ (2. Hälfte 8. Jh., HAE II/2 1.13)
Kommentar: Zur Problematik G-Stamm vs. H-Stamm §0222ff. Zur Semantik §0278; vgl. FHR 554; HAE II/2 S. 120f.
šūʿ als Nebenform zu wšʿ begründet schon Noth (IP 154 Anm. 2) mit dem entscheidenden Verweis auf תְּשׁוּעָה, das die für Verba II-y/w typische taQūL-Nominalform realisiert: תְּקוּמָה, תְּשׁוּבָה etc.). HAL erwähnt andere Deutungen für das zweite Element: "Großmut" (nach König; vgl. auch HAH sub שׁוע2 und die semitische Wurzel ṮWʿ), ferner arab. wasuʿa "weit, geräumig sein") und Fels (vgl. syr. šōʿā). Die onomastische Produktivität von wšʿ läßt indes diese Optionen weniger plausibel erscheinen. Auch die Analyse von Zadok (PIAP 54), der šūʿ als theophores Element und Subjekt des Nominalsatzes versteht ist nicht wahrscheinlich. Die Annahme dieses theophoren Elements für das Onomastikon hat von der wsem. Onomastik insgesamt abgesehen gegen sich, dass dann im Fall von יְהוֹשׁוּעַ eine Gleichung von zwei GN gegeben wäre, eine wegen §0087 schwierige Annahme. (AF)

Schreibe einen Kommentar